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Kompetenzzentrum für Informatik-Ausbildung

  • für Schulen, Firmen und öffentliche Institutionen
  • von ausgewiesenen Informatik-Spezialisten mit grosser Erfahrung im Ausbildungsbereich

Informatik Didaktik

Zielgruppen von Informatik-Ausbildungen

Der Computer ist heute im Unterricht Werkzeuge, multimediale Lernhilfe aber auch Unterrichtsgegenstand. Diese verschiedenen Rollen und die unzähligen Institutionen, an den "Informatik" unterrichtet wird, gilt es auseinander zu halten.

Fundamentale Ideen

Die Informatik ist einem steten, rasanten Wandel unterworfen. Was man heute unterrichtet, scheint morgen schon nicht mehr wichtig zu sein. Neue Produkte, neue Releases, noch mehr Funktionalität. Auch in der Informatik gibt es aber langlebige Konzepte: Inhalt, Struktur und Layout bei Druckerzeugnissen, Divide-and-Conquer beim Software-Entwurf, Vermeidung von Redundanzen beim Datenbankentwurf usw. Wirkliche informatische Bildung legt das Schwergewicht auf das Konzeptwissen!

Lernziele formulieren

Warum muss ich das überhaupt lernen? Was kann ich nachher mehr oder besser? Was erwartet man nach dem Kurs ganz konkret von mir? Lernziele sind in der Ausbildung unabdingbar und gerade in der Informatik besonders wichtig. Die Informatik umfasst viele Schichten, von der Theorie bis zu den Anwendungen. Hardware und Software, Netzwerke und verteilte Anwendungen erschweren das Lernen zusätzlich. Klare Lernziele schaffen hier den Durchblick.

Unterrichtsmethoden

Im Informatikunterricht gilt es Konzepte zu vermitteln, Produktwissen zu erwerben und alles handlungsorientiert anzuwenden. Die Lernenden müssen auch zur Hilfe zur Selbsthilfe befähigt werden: Online Manuale, Newsgroups, Suchmaschinen spielen eine ebenso grosse Rolle wie Lehrmittel. Diese Vielfalt ruft nach einem Mix unterschiedlicher Unterrichtsmethoden, angepasst auf das Thema, die Zielsetzung und auf die verschiedenen Lerntypen.

Arbeiten am Computer

Schwimmen lernt man nur im Wasser! Auch in der Informatik braucht es praktische Arbeiten am Computer. Alle Informatiklehrer/innen wissen aus eigener Erfahrung, wie schwierig diese Übungen zu gestalten sind. Unterschiedliche Vorkenntnisse, verschieden schnelle Lernende, unerwartete Hardware und Software-Probleme. Individualisierung ist hier angesagt.

Abstraktes anschaulich erklären

Bits und Bytes kann man nicht anfassen, von Betriebssystemen und Programmen sieht man nur die Oberfläche. Informatik ist abstrakt! Aber Hand aufs Herz: Die meisten Sachen lassen sich auch in der Informatik anhand einfacher Alltagsanalogien erklären. Meist braucht es nicht mehr als WC-Rollen, Schnur, Papier, Büroklammern und natürlich die zündende Idee.

Kognitive Präferenzen

Nicht alle Leute denken gleich. Die einen denken eher in Mustern (prädikativ), die anderen eher in Handlungen (funktional). Auch die Informatik kennt verschiedene Sichten. Programmiert wird imperativ und objektorientiert, funktional und logisch. Es gibt die Extreme Programmer und die UML-Spezialisten. Im Unterricht ist es wichtig, die verschiedenen Sicht- und Denkweisen bewusst zu machen.

Fehler suchen

Wer hat nicht schon stundenlang den berühmten Bug im Programm gesucht, konnte beim besten Willen nicht drucken oder ein zugesandtes Attachement nicht öffnen? Computer haben es in sich, ein verkehrtes Bit und schon geht nichts mehr. Bewusster Umgang mit Fehlern darf deshalb in keinem Informatikunterricht fehlen.


Letzte Änderung:  11. 2. 2007